Kurznachrichten

Sorbisches Institut lädt ein

Vorträge, Tagungen und eine Ausstellung führen im September und Oktober nach Bautzen, Cottbus, Kleinwelka und Königswartha sowie an weitere Orte.

Bautzen (BZ) | Cottbus (CB)
Samstag 05. September 2026
Oberlausitz
Niederlausitz
4 min

Das Sorbische Institut kündigt für September und Oktober mehrere Veranstaltungen in der Lausitz sowie Beteiligungen an Tagungen außerhalb der Region an. Thematisch reicht das Programm von Krabat und sorbischen Tänzen über Kulturdaten und Regionalplanung bis zum sorbisch-baltischen Austausch.

10. September: KI und Kulturdaten in Bautzen

Am 10. September richtet das Sorbische Institut in Bautzen den Workshop „KI und Kulturdaten – eine kritische Sondierung“ aus. Unterstützt wird die Veranstaltung vom KompetenzwerkD, dem Sächsischen Forschungszentrum und Kompetenznetzwerk für Digitale Geisteswissenschaften und Kulturelles Erbe.

13. September: Film über das Haus der Sorben

Im Bautzener Haus der Sorben steht am 13. September dessen Baugeschichte im Mittelpunkt. Dr. Annett Bresan, Leiterin des Sorbischen Kulturarchivs, führt in einen Stummfilm aus dem Jahr 1959 über den Bau des Gebäudes ein und moderiert die Vorführung. Die Veranstaltung gehört zur Reihe „Sorabistik vor Ort“ und findet anlässlich des Tages des offenen Denkmals statt.

17. September: Tagung an der BTU Cottbus

Das Sorbische Institut und die BTU Cottbus-Senftenberg veranstalten am 17. September in Cottbus/Chóśebuz eine Tagung zu Stadt- und Regionalplanung, Minderheitengovernance und sorbischer Kultur.

22. September: Buchvorstellung in Kleinwelka

Marleen Schindler, Doktorandin am Sorbischen Institut, stellt am 22. September um 18:30 Uhr im Schwesternhaus Kleinwelka, Zinzendorfplatz 6–7, ihr Buch „Ins Herz gesungen“ vor. Der vollständige Titel lautet Ins Herz gesungen. Herrnhutische Wundenmystik in deutschen und sorbischen Liedern der 1740er Jahre. Das Werk erschien als Ausgabe 40 der Kleinen Reihe. Veranstalter sind das Sorbische Institut und der Schwesternhaus Kleinwelka e. V.

26. September: Sorbische Tänze in Königswartha

Unter dem Titel „Tanzen verbindet – Sorbische Tänze gestern und heute“ spricht Dr. Theresa Jacobs am 26. September um 19 Uhr in Königswartha. Die Kulturwissenschaftlerin arbeitet am Sorbischen Institut. Der Vortrag wird von der evangelischen Gemeinde Königswartha veranstaltet und gehört zur Reihe „Sorabistik vor Ort“.

Oktober: Sorabistik trifft Baltistik

Vom 29. bis 31. Oktober veranstaltet das Sorbische Institut in Bautzen gemeinsam mit der Gesellschaft für Baltische Studien eine wissenschaftliche Tagung unter dem Titel „Sorabistik und Baltistik im Dialog: Tendenzen und Perspektiven der Forschung“.

Zum Rahmenprogramm gehört am 29. Oktober um 19 Uhr ein öffentlicher Vortragsabend im großen Saal des Hauses der Sorben. Unter dem Titel „Ich habe ein sorbisches Herz“ geht es um Georg Sauerwein und den sorbisch-baltischen Austausch. Willi W. Barthold vom Sorbischen Institut beleuchtet Sauerweins literarischen Blick auf die Sorben. Silva Pocytė von der Universität Klaipėda spricht über Sauerwein und die kulturelle Bewegung der Preußisch Litauer in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Musik begleitet den Abend.

Weitere Tagungen mit Beteiligung des Instituts

  • Vom 2. bis 4. September beteiligt sich das Institut in Mannheim an einer Tagung zur Minderheitensprachenpolitik. Ein Themenblock ist der sorbischen Sprache gewidmet.
  • Vom 9. bis 13. September findet in Bad Kissingen der internationale Kongress „Mensch Märchen. Das Menschsein im Märchen“ mit rund 200 Teilnehmern statt. Dr. Susanne Hose vom Sorbischen Institut hat den Kongress mitorganisiert und leitet zwei Workshops zu Krabat und der Macht der Verführung.
  • Am 23. und 24. September beteiligt sich das Institut in Opole und Zabrze an der internationalen Konferenz „Minderheiten hinter dem Eisernen Vorhang“. Dr. Edmund Pjech spricht über die Sorben in der DDR, Dr. Friedrich Pollack moderiert die Veranstaltung.
  • Vom 30. September bis 3. Oktober ist das Sorbische Institut mit sieben Vorträgen beim 15. Deutschen Slavistiktag an der Universität Jena vertreten.
  • Am 8. Oktober berichtet Institutsdirektor Prof. Dr. Hauke Bartels in Wittstock/Dosse über 25 Jahre Digitalisierung des Niedersorbischen und anderer Kulturdaten.

Ausstellung bis März 2027

Im Foyer des Sorbischen Instituts in Bautzen ist bis Ende März 2027 die Kabinettausstellung „Worte stiften – Henriette Catharina von Gersdorf (1648–1726)“ zu sehen. Sie stellt das Leben der Adligen und dessen Nachwirkungen bis in die Gegenwart vor. Geöffnet ist montags bis mittwochs von 9 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 18 Uhr.

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