Kurznachrichten

Senftenberg forscht an Quantenchips

Ein Start-up produziert hochreine Stoffe für neue Chips.

Oberspreewald-Lausitz (OSL)
Mittwoch 26. August 2026
Niederlausitz
3 min

In Senftenberg entwickelt das im Januar 2026 gegründete Unternehmen „quantum grade materials“ hochreine Gase und Materialien für Quantencomputer und eine neue Generation von Mikrochips. Das Start-up arbeitet in einem Labor auf dem Campus der BTU Cottbus-Senftenberg.

Die drei Gründer Dr. Owen C. Ernst, Anne Handschick-Ernst und Dr. David Uebel stellen dort ein Ausgangsmaterial her, das natürlicherweise nur bei Explosionen von Sternen entsteht. Im weiteren Verfahren wird daraus ein kristalliner Feststoff. Dieser lässt sich in sehr dünne Schichten schneiden und für Halbleiterbauelemente verwenden.

Der Standort bietet nach Angaben aus Senftenberg besondere Voraussetzungen: Der Campus der BTU ist einer von bundesweit zwei Standorten, an denen Silizium-Chemie erforscht wird. Das Unternehmen sieht eine hohe Nachfrage nach den Materialien bei zugleich knappem Angebot.

Das Start-up will künftig zwischen 80 und 100 % des europäischen Marktes mit seinen Produkten abdecken. Erste Umsätze erwartet das Unternehmen 2026 oder 2027. Zudem ist „quantum grade materials“ für den Brandenburger Innovationspreis 2026 nominiert.

Bei einem Arbeitsbesuch informierte sich der Lausitzbeauftragte des brandenburgischen Ministerpräsidenten, Dr.-Ing. Klaus Freytag, über das Unternehmen und weitere Projekte des Strukturwandels in Senftenberg. Zu seinem Programm gehörten außerdem der FSV Glückauf Brieske/Senftenberg und die Lausitzer Schienenfahrzeug Instandhaltung am Bahnstandort Brieske.

Bürgermeister Andreas Pfeiffer hob hervor, dass Senftenberg als Entwicklungsstandort erhalten bleibt. Die Forschung eröffne der Lausitz neue Perspektiven in einem Technologiebereich mit internationalem Marktpotenzial.

Im Sternenstaub-Labor auf dem Campus der BTU in Senftenberg: Torsten Safarik, Kaufmännischer Geschäftsführer der LMBV, Bürgermeister Andreas Pfeiffer, Lausitzbeauftragter Dr. Klaus Freytag, Forscher und Unternehmensgründer Dr. Owen C. Ernst und der Landtagsabgeordnete Wolfgang Roick (v.l.).
Im Sternenstaub-Labor auf dem Campus der BTU in Senftenberg: Torsten Safarik, Kaufmännischer Geschäftsführer der LMBV, Bürgermeister Andreas Pfeiffer, Lausitzbeauftragter Dr. Klaus Freytag, Forscher und Unternehmensgründer Dr. Owen C. Ernst und der Landtagsabgeordnete Wolfgang Roick (v.l.).
Foto: Andrea Budich/Stadt Senftenberg

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