Kurznachrichten
RE2-Sperrung: So bleibt Cottbus angebunden
RE20 fährt über Calau, Busse bedienen die gesperrte Strecke
Die Bahnstrecke zwischen Cottbus und Lübbenau wird vom 13. Dezember 2026 bis zum 11. Dezember 2027 vollständig gesperrt. Dennoch soll Cottbus im Regelfall stündlich per Zug mit Berlin verbunden bleiben: Der RE20 fährt über Calau, ergänzt durch Ersatzbusse entlang der gesperrten Strecke. Der zweigleisige Ausbau soll anschließend einen Halbstundentakt ermöglichen. In drei zusätzlichen Bauphasen entfällt allerdings auch die durchgehende Zugverbindung über Calau.
Mit dem RE20 über Calau nach Berlin
Der bislang eingleisige, 29 Kilometer lange Abschnitt gehört zur Görlitzer Bahn. Das zweite Gleis soll die bisher begrenzte Zahl der Fahrten erhöhen. Nach Abschluss der Arbeiten sollen RE2 und RE20 jeweils stündlich fahren und zusammen den Halbstundentakt zwischen Cottbus und Berlin bilden.
Während der Vollsperrung wird der normalerweise zwischen Berlin, dem Flughafen BER und Lübbenau verkehrende RE20 bis Cottbus verlängert. Der Umweg über Calau dauert laut Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) etwa 15 Minuten länger. Die Anschlüsse zur vollen Stunde in Cottbus sollen erreichbar bleiben, etwa nach Forst, Spremberg und Görlitz. Der RE2 aus Nauen und Berlin endet dagegen in Lübbenau.
Stündliche Busse und zusätzliche Sperrphasen
Die stündlichen Ersatzbusse bedienen Raddusch, Vetschau, Limberg, Kolkwitz und den Cottbuser Spreewaldbahnhof. Ab Lübbenau fahren sie täglich zwischen 5 und 2 Uhr, ab Cottbus zwischen 3 und 0 Uhr. Eine Fahrt ab etwa 6 Uhr aus Lübbenau hält nur in Vetschau, um Anschlüsse in Cottbus zu sichern.
Zusätzliche Arbeiten im Bahnhof Lübbenau verändern das Konzept vom 13. bis zum 23. Dezember 2026, vom 8. Januar bis zum 15. Januar 2027 und vom 24. September bis zum 1. Oktober 2027. Dann endet der RE2 bereits in Lübben; der RE20 fährt nur zwischen Berlin und BER. Ersatzbusse werden bis Lübben verlängert. Zusätzlich sind Expressbusse zwischen Lübben, Lübbenau und Cottbus sowie eine Ersatzlinie zwischen Lübbenau und Calau vorgesehen.
Vom 2. Juli bis 9. August 2027 wird außerdem der Bahnübergang Berliner Straße/Kolkwitzer Straße in Kolkwitz gesperrt. Die Busse bedienen dann Schumannstraße und Bahnhof Nord statt Rathaus.
Lausitzer Unternehmen arbeiten am Ausbau mit
Nach Angaben der IHK Cottbus übernehmen regionale Unternehmen unter anderem Rodungsarbeiten, Baustraßen, Transporte und Abrissarbeiten. IHK-Generalmanager Jens Krause sieht darin einen wirtschaftlichen Impuls für die Lausitz. Vom zweiten Gleis erwartet er mehr Pünktlichkeit und Verlässlichkeit für die nach seinen Angaben mehr als 10.000 Menschen, die täglich auf der Strecke unterwegs sind.
Die angepassten Verbindungen sollen für den gesamten Sperrzeitraum in der VBB-Fahrinfo hinterlegt werden.
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