Kurznachrichten

Berlin und Lausitz erörtern Wohnstandorte

Zukunftsfähige Lebensräume stehen im Mittelpunkt der Jahresnetzwerkveranstaltung des Innovationskorridors Berlin–Lausitz in Adlershof.

Cottbus (CB) | Dahme-Spreewald (LDS) | Oberspreewald-Lausitz (OSL) | Spree-Neiße (SPN)
Donnerstag 05. November 2026
Niederlausitz
6 min

Berlin und die Lausitz wollen Wohn-, Arbeits- und Wissenschaftsstandorte stärker miteinander verbinden. Darüber berieten rund 100 Vertreter aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft am Dienstag, 03.11.2026, bei der Jahresnetzwerkveranstaltung des Innovationskorridors Berlin–Lausitz im Technologiepark Berlin-Adlershof.

Im Mittelpunkt standen der Wohnraumbedarf, neue Quartiere sowie die Verbindung von Wohnen, Arbeiten, sozialer Infrastruktur und Mobilität. Während Berlin mit knappen Flächen und einer hohen Nachfrage nach Wohnungen konfrontiert ist, entstehen in der Lausitz durch den Strukturwandel neue Möglichkeiten für Wohn- und Arbeitsstandorte. Zugleich benötigt die Region bedarfsgerechten Wohnraum, gute Verkehrsanbindungen und eine leistungsfähige Infrastruktur.

Heiko Jahn, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH, sagte: „Cottbus ist im jüngsten Ranking des Instituts der Deutschen Wirtschaft die dynamischste Region Deutschlands. Davon profitiert auch die Lausitz. Darauf können wir uns aber nicht ausruhen. Wir müssen Forschung und Transfer weiter ausbauen sowie das soziale Umfeld und den Wohnraum in der Metropolregion stärken.“ Berlin und besonders der Technologiepark Adlershof seien dabei unverzichtbare Partner.

Quartiere sollen mehrere Funktionen verbinden

Praxisbeispiele zeigten Ansätze für die Entwicklung von Quartieren und Gebäuden, familiengerechte Wohnformen, Bürgerenergieprojekte und abgestimmte Stadtentwicklungsstrategien. Moderne Wohnstandorte sollen demnach nicht allein zusätzliche Wohnungen bieten, sondern auch Arbeitsplätze, Mobilität, Energieversorgung und soziale Angebote miteinander verknüpfen.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Lausitz Science Park in Cottbus. Diskutiert wurde, wie Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorte ihr Umfeld prägen und bestehende Flächen neu genutzt werden können. Nach Angaben der Veranstalter hängt die Entwicklung des Standorts eng mit neuen Arbeitsplätzen, attraktiven Quartieren und moderner Infrastruktur zusammen.

Roland Sillmann, Geschäftsführer der WISTA Management GmbH, erklärte: „Die Gründung der Lausitz Science Park GmbH ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer vernetzten und nachhaltigen Wirtschafts-, Hightech- und Wissenschaftsregion und dem Innovationskorridor Berlin-Lausitz.“ Die Betreibergesellschaft des geplanten Technologie- und Wissenschaftsparks in Cottbus solle den Wissenstransfer zwischen Forschung und Wirtschaft verbessern.

Infrastruktur als Verbindung

In der abschließenden Podiumsdiskussion berieten Gubens Bürgermeister Fred Mahro, Annett Schmidt von der IHK Cottbus, Dr. Jürgen Neumüller vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung sowie Maren Kern vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen über eine länderübergreifende Raumentwicklung.

„Die Metropolregion Berlin-Brandenburg hat großes Potenzial, ist aber auch durch unterschiedliche Regionen mit ganz eigenen Voraussetzungen geprägt“, sagte Maren Kern. „Der Ausbau der Infrastruktur ist dafür der wesentliche Hebel, damit Wohnen und Arbeiten in allen Landesteilen attraktiv bleibt.“

Der Innovationskorridor Berlin–Lausitz ist eine Initiative der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Die WISTA Management GmbH und die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH setzen sich für die Umsetzung ein. Ziel ist es, Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung anzustoßen.

Zukunftsfähige Lebensräume stehen im Mittelpunkt der Jahresnetzwerkveranstaltung des Innovationskorridors Berlin–Lausitz in Adlershof
Zukunftsfähige Lebensräume stehen im Mittelpunkt der Jahresnetzwerkveranstaltung des Innovationskorridors Berlin–Lausitz in Adlershof
Fotos: WISTA Management GmbH:

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