Kurznachrichten
AIR UNIQON
Luftfahrtkompetenz aus Welzow als neuer Impuls für den Strukturwandel der Lausitz
Mit dem Start der neuen innerdeutschen Flugverbindung zwischen Berlin und Friedrichshafen beginnt für die Lausitz mehr als nur eine zusätzliche Linie im Flugplan. Die junge Fluggesellschaft AIR UNIQON hat ihr operatives Betriebs- und Kundencenter bewusst am Verkehrslandeplatz Welzow im Landkreis Spree-Neiße angesiedelt – und setzt damit ein wirtschaftspolitisches Zeichen für die Strukturwandelregion.
Seit dem 12. Januar 2026 verbindet AIR UNIQON den Flughafen Berlin Brandenburg viermal wöchentlich mit dem Flughafen Friedrichshafen. Erstmals seit rund zehn Jahren gibt es damit wieder eine Direktverbindung zwischen der Hauptstadtregion und einer der innovationsstärksten Wirtschaftsregionen Süddeutschlands. Das Angebot richtet sich gezielt an Geschäftsreisende, für die Zeit, Zuverlässigkeit und direkte Erreichbarkeit entscheidende Faktoren sind.
Mehr als eine Flugverbindung
Für die Lausitz liegt die eigentliche Bedeutung des Projekts jedoch nicht in der einzelnen Strecke, sondern in der Standortentscheidung. Das operative Herz der Airline schlägt künftig in Welzow. Von hier aus werden Einsatzplanung, operative Steuerung und die organisatorische Weiterentwicklung des Flugbetriebs koordiniert.
Begleitet wurde dieser Prozess von der CIT GmbH, der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landkreises Spree-Neiße. Sie hat Welzow von Beginn an gezielt als Standort für das Management mitgedacht.
„Dass sich AIR UNIQON für Welzow entschieden hat, ist kein symbolischer Akt, sondern die bewusste Ansiedlung realer Kompetenz“, betont CIT-Geschäftsführerin Heike Gensing. „Hier entstehen qualifizierte Arbeitsplätze, Know-how und Entwicklungsperspektiven – genau das, was Regionen im Strukturwandel brauchen.“
Standort mit besonderen Möglichkeiten
Welzow bietet infrastrukturelle Voraussetzungen, die klassische Gewerbegebiete nicht vorweisen können. Bürgermeister Hilmar Mißbach sieht darin klare Standortvorteile: hohe zugelassene Startgewichte, eine leistungsfähige Start- und Landebahn, vorhandene Servicetechnik sowie die Nähe zum Wasserlandeplatz.
„Mit dem AIR-UNIQON-Center wird der Verkehrslandeplatz funktional deutlich aufgewertet. Flugaffines Gewerbe ist der Schlüssel, um den Standort nachhaltig zu entwickeln – im Personen- wie auch im Güterverkehr.“
Gerade diese Kombination verschafft Welzow luftfahrttechnische Alleinstellungsmerkmale im Vergleich zu anderen ehemaligen Militärflugplätzen der Lausitz. Daraus ergeben sich nicht nur wirtschaftliche, sondern auch touristische Perspektiven.
Luftverkehr als wirtschaftliches Werkzeug
Auch die regionale Wirtschaft bewertet das Projekt strategisch. Jens Warnken, Präsident der Industrie- und Handelskammer Cottbus, bringt es auf den Punkt:
„Es geht nicht um Massengüter oder Schwerlasten. Entscheidend sind Mobilität, Konnektivität und der Faktor Zeit. Für Unternehmer ist verlorene Zeit der größte Kostenblock.“
Welzow zeige, welches Potenzial entsteht, wenn Luftverkehr nicht elitär gedacht, sondern als wirtschaftliches Werkzeug verstanden werde – mit Steuerung, Vernetzung und neuen Mobilitätsmodellen.
Strukturwandel braucht Verantwortung
AIR UNIQON arbeitet als virtuelle Airline mit einer Partnergesellschaft. Zum Einsatz kommen Turboprop-Maschinen vom Typ Bombardier Dash, ausgelegt für regionale Geschäftsverkehre. Doch das Projekt steht exemplarisch für einen erweiterten Strukturwandel-Begriff: neue Funktionen, neue Verantwortung und neue Kompetenzzentren jenseits klassischer Industrieansiedlungen.
Die CIT kündigt an, das Unternehmen auch künftig bei weiteren Entwicklungsschritten zu begleiten. Welzow soll systematisch weiterentwickelt werden – mit weiteren Partnern, fortgeschriebenen Machbarkeitsstudien sowie der Klärung zentraler Infrastruktur- und Finanzierungsfragen.
Damit wird deutlich: Der Luftverkehr aus Welzow ist kein Selbstzweck. Er ist ein Baustein für regionale Wertschöpfung, für unternehmerische Initiative – und für eine Lausitz, die ihre Zukunft aktiv gestaltet.
Foto: Günter Wicker/FBB
Foto: Tudyka PR
Foto: Günter Wicker/FBB
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