Kurznachrichten

12,6 Millionen Euro für die LausitzLabs

Die BTU untersucht den Beitrag der Lernorte zum Strukturwandel

Cottbus (CB)
Freitag 09. Oktober 2026
Niederlausitz
2 min

Die LausitzLabs starten am Samstag, 10. Oktober 2026, im Startblock B2 in Cottbus offiziell in die Praxis. Das Bildungsprojekt soll Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien Zugang zu Technik, Medienbildung und digitalem Lernen ermöglichen und damit nach Angaben der BTU den Strukturwandel unterstützen.

12,6 Millionen Euro für ein regionales Netzwerk

Das Verbundprojekt hat ein Volumen von 12,6 Millionen Euro und wird aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen gefördert. Seine Laufzeit reicht vom 1. Mai 2026 bis Ende 2030. Getragen wird es vom Landesfachverband Medienbildung Brandenburg, mediale pfade, Junge Tüftler, matrix, der BTU Cottbus-Senftenberg und der Universität Potsdam.

Der Makerspace in Cottbus bildet die Zentrale. Hinzu kommen vier kleinere Labs auf dem Land und zwei mobile Labs, die auch entlegene Orte erreichen sollen. Schulen, Bibliotheken, Jugendzentren, soziale Einrichtungen und Unternehmen können die Bildungsangebote gemeinsam nutzen und ergänzen.

Selbst bauen und digitale Fortschritte festhalten

Die Angebote sind laut BTU kostenfrei und niedrigschwellig. Sie richten sich unter anderem an Schulen, Jugend- und Sozialarbeit sowie Menschen mit erschwertem Zugang zu Bildung. Das Projekt will besonders Mädchen und junge Frauen für Technik und Naturwissenschaften gewinnen.

Im Mittelpunkt steht das sogenannte Making: Teilnehmende lernen, indem sie selbst etwas bauen, ausprobieren und gemeinsam entwickeln. Dafür stehen Workshops, offene Werkstätten, Projektarbeit und digitale Selbstlernphasen zur Verfügung. Technische und kreative Arbeit wird mit Medienbildung und demokratischer Teilhabe verbunden.

Eine Moodle-basierte Lernplattform verknüpft die analogen und digitalen Angebote. Sie macht Lernfortschritte sichtbar und unterstützt digitale Abzeichen. Pädagogische Fachkräfte können sich weiterbilden, damit die Methoden dauerhaft in Schulen und Jugendeinrichtungen eingesetzt werden.

Forschung begleitet die Angebote von Beginn an

Das BTU-Fachgebiet Technik- und Umweltsoziologie unter Leitung von Prof. Dr. Melanie Jaeger-Erben untersucht, wie Zugänge entstehen, sich Institutionen vernetzen und die Lernorte Teilhabe sowie Innovationsfähigkeit beeinflussen können. Dazu dienen Interviews, Netzwerk- und Fallstudien sowie Workshops. Die Universität Potsdam untersucht die Entwicklung von Interessen, Einstellungen und Fertigkeiten junger Menschen.

Die Ergebnisse sollen fortlaufend in die Bildungsangebote einfließen und ihre langfristige Verankerung unterstützen. Erkenntnisse sollen auch anderen Regionen zugutekommen.

Zum Auftakt öffnen die LausitzLabs im Siemens-Halske-Ring 2 ab 18 Uhr als Station der Nacht der kreativen Köpfe. Die Veranstaltung findet am 10. Oktober von 18 bis 24 Uhr an 19 Cottbuser Orten statt. Ihr Ticket gilt für alle Stationen, Nacht-Shuttles und den Nahverkehr in Cottbus.

Welchen Beitrag die LausitzLabs zum Strukturwandel leisten, ist Gegenstand der begleitenden Forschung.

Das Prinzip der LausitzLabs heißt Making
Das Prinzip der LausitzLabs heißt Making
Foto: BTU, Sascha Thor

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